Social Media und Fussball

Bundesliga und Social Media: Bei Facebook kann Borussia Dortmund gegen den FC Bayern nicht punkten

Köln hält Spitzenplatz in Liga 2 – Aalen enttäuscht

Der FC Bayern München ist auch bei Facebook unangefochtener Meister unter den Vereinen der Fußball-Bundesliga. Dies ergab eine Untersuchung der Berliner Kommunikationsagentur „BERLIN communications Public Affairs“ anlässlich des Starts in die Saison 2012/13. Demnach haben über 4,7 Millionen Nutzer des Sozialen Netzwerks Facebook auf der offiziellen Seite des FC Bayern „Gefällt mir“ geklickt (Stand 14. August). Borussia Dortmund kommt hingegen weit abgeschlagen nur auf 1,4 Millionen „Gefällt mir“-Klicks. Dritter ist Schalke 04 mit 570.000, gefolgt von den Nordklubs Werder Bremen (418.000) und HSV (370.000). Sechster ist Stuttgart mit 272.000 „Gefällt mir“-Angaben.

„Alle Bundesliga-Vereine ab Platz 3 wären vermutlich glücklich über ein entsprechend sportliches Abschneiden in der kommenden Saison“, erläutert Thomas Philipp Reiter, Geschäftsführer von „BERLIN communications“. Ernster Hintergrund der Untersuchung war die Kommunikationstauglichkeit der Bundesligaklubs in den Sozialnetzwerken des Internet am Beispiel Facebook. „Das von uns erstellte Ranking macht deutlich, dass viele Vereine das wirtschaftliche und kommunikative Potenzial der Social Media immer noch fahrlässig unterschätzen“, sagt Reiter. „Nirgends pflegt man die Treue seiner Anhänger abseits des Spieltages direkter als hier.“ Überraschend sei zum Beispiel der gute Mittelfeldplatz von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gewesen, die mit 120.000 „Gefällt mir“-Klicks auf Rang 11 gelandet ist. Dass man mit Geld jedoch keine Sympathien kaufen kann, beweise der TSG 1899 Hoffenheim, so Reiter: „Ein Abstiegsplatz auf dem vorletzten Rang zeigt, dass hier an der Reputation im Internet noch gearbeitet werden muss.“ Erster Absteiger auf Rang 18 ist Greuther Fürth mit 24.000 Mal „Gefällt mir“.

International ist die Facebook-Präsenz des FC Bayern allerdings nur Mittelmaß: München rangiert hier auf Rang 6 vor Juventus Turin (4,2 Millionen) und hinter dem FC Liverpool (10 Millionen). Europäischer Facebook-Champion ist der FC Barcelona mit immerhin 34 Millionen Mal „Gefällt mir“

In der 2. Fußball-Bundesliga zählen Köln (304.000), St. Pauli (288.000) und Hertha BSC Berlin (134.000) zu den erfolgreichsten Teams. Der SV Sandhausen (Rang 17) kommt nicht einmal auf 1.000 „Gefällt mir“-Angaben. VfR Aalen hingegen verfügt nicht einmal über eine Facebook-Vereinsseite und landet damit auf Rang 18. In die Untersuchung flossen nur die offiziell von den Bundesliga-Vereinen betriebenen Seiten ein, nicht jedoch privat betriebene Fan-Seiten.

Die Berliner Stadtmeisterschaft geht erwartungsgemäß an den Ex-Erstligisten Hertha BSC Berlin. Union Berlin rangiert mit 22.000 „Gefällt mir“-Klicks nur auf Mittelfeldplatz 8 der 2. Bundesliga. Die Hamburger Bundesliga-Stadtmeisterschaft geht zwar an den Erstligisten HSV, jedoch nur mit etwas über 80.000 „Gefällt mir“-Klicks Vorsprung auf dem bundesweit offensichtlich auch online populären FC St. Pauli. „Das zeigt, dass man in den sozialen Netzwerken stärker sein kann als der sportlich erfolgreichere Wettbewerber“, so Agenturchef Reiter.

Von Martin Müller- Mertens Berliner Umschau

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