Datenerfassung und deren Verbreitung im Netz

Datenerfassung

Die Datenerfassung wird von allen Unternehmern betrieben dabei ist das Erfassen des Namens und der dazugehörenden E-Mail-Adresse ein kleiner Bruchteil des technisch möglichen. Von klein Unternehmern die eine Internet-Präsenz im World Wide Web haben, bis hin zu den großen Telekommunikationsunternehmen, die insbesondere über zur Verfügung gestellten Speicherplatz auf einzelnen Servern, die Daten der Nutzer aufnehmen, sammeln und weiterverarbeiten.

Verstärkt wird über Social Networks mit Gewinnspielen, Spendenaktionen, die über Applikationen oder die Unternehmer-Website mit gängige Tracking Tools verlinkt werden gearbeitet. Jeder dieser Unternehmen hat das Ziel soviel wie möglich über seine Kunden in Erfahrung zu bringen, um ihm das bestmögliche Angebot zu unterbreiten.

Technisch gesehen gilt, dass die gesammelten Daten einzelnen Personen zugeordnet werden können. Laut den derzeitigen deutschen Datenschutzgesetzen werden die Nutzer zwar rechtlich geschützt, dennoch ist die Versuchung der Weiterverarbeitung sehr groß und ein Nachweis dessen für den einzelnen Anwender sehr schwer. Es liegt also an der Verbindlichkeit und der Glaubwürdigkeit einzelner Plattform-Betreiber, Unternehmer und deren durchdachten AGBs, die keinen Spielraum für Missdeutungen zu lassen.

Beachten der AGBs

Grundsätzlich können Nutzer der unzähligen Plattformen sich über die AGBs
der Betreiber-Plattformen und deren Privatsphäre-Einstellungen vor unliebsamer Verbreitung ihrer Daten schützen. Nutzer sollten dies beachten, wenn sie nicht von allen Suchmaschinen namentlich geführt werden möchte. Bei einer Suchanfrage über die gängigen Suchmaschinen wird vielen Nutzern bereits aufgefallen sein, dass Einträge über ihre Person bereits existieren.

Rufschädigende Einträge

Unvorteilhaft werden solche Einträge immer dann, wenn beispielsweise der Chef, die Geschäftspartner oder sogar der örtliche Kreditbetreuer der eigenen Bank bei einer Suchanfrage nach der Person viele private Details erfahren. Solche Informationen können den Gesamteindruck zur eigenen Person verfälschen. Selbst Belangloses kann aufgebauscht und zum Schaden des Einzelnen führen.

Bei der Nutzung der vielen Applikationen innerhalb der Social Networks sollte aufseiten der Anwender verstärkt darauf geachtet werden, so wenig wie möglich private Information über sich und den Freundeskreis weiterzugeben, um ungewollte und unnötige Datenerfassung zu vermeiden. Denn unwahrscheinlich ist es das beispielsweise eine Spiele-Applikation innerhalb eines Social Networks den Wohnort des Anwenders und der seiner Freunde unbedingt in Erfahrung bringen muss, um ausgeführt werden zu können.

Im Besonderen sollte darauf geachtet werden die Daten der eigenen Freunde zu schützen. Auch hier gibt es unzählige Anleitungen die Nutzer der verschiedenen Plattformen im Internet finden können. Gegebenen falls können diese, den eigenen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Mit einbezogen werden sollte bei der Überlegung, dass der einzelne Nutzer schließlich auch nur ein Freund eines anderen auf einer Plattform ist. Schließlich möchte niemand einen Freund haben, der mit den eigenen Daten unbedacht umgeht.

Server im Ausland

Viele Server stehen im Ausland und unterliegen dabei den gesetzlichen Vorschriften des Landes und sind aufgrund dessen vor dem Zugriff deutscher Behörden geschützt. Dementsprechend ist das Löschen von persönlichen Daten im Fall eines negativen Eintrags nur scher zu erreichen. Meist hilft nur die Konsultierung eines Anwalts, der auf derartige Fälle spezialisiert ist. Personen, die von negativen Einträgen betroffen sind, sollte möglichst zeitnah gegen diese angehen. Werden die Gegenmaßnahmen bei einer Rufschädigung nicht schnell genug getroffen, können solche Einträge bis zu 20 Jahren im Internet erhalten bleiben.

Das Recht am eigenen Bild

Einige Internet-Nutzer gelangen mit ihren Bildern in Social Networks, in denen sie sich noch nie aufgehalten haben. Meist werden neben dem eigenen Bild, der Name und die E-Mail-Adresse mit aufgeführt. Wird beispielsweise das Bild mit dem Namen der abgebildeten Person markiert, erhält die betreffende Person eine Bestätigungsmail zur Freigabe. Sollte die Person nicht dem Social Network angehören, erhält diese eine Einladung via E-Mail durch den Plattform-Betreiber, hierbei sind die privaten Nutzereinstellungen der Social Networks verschieden, bei manchen müssen sich Personen erst anmelden, um das eigene Bild zu sehen und ggf. entfernen zu können. Problemlos geschieht dies meist über den Hinweis „Verletzung der Persönlichkeitsrechte“ bei den Plattform-Betreibern.

Es soll aber auch schon Fälle gegeben haben, wo weder der Verfasser noch der Plattform-Betreiber reagiert haben. Hier empfiehlt sich, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Ist der Beklagte mit einem deutschen Wohnsitz gemeldet und aufzufinden, können die entstehenden Rechtsanwaltskosten auf diesen angerechnet werden.

Anders verhält es sich im Ausland, je nach Datenschutzgesetz der einzelnen Länder variiert deren Einhaltung und im Fall eines negativen Eintrags über die eigene Person ist es sehr schwer, hiergegen vorzugehen. Da meist noch nicht einmal die Angabe eines Impressums mit der entsprechenden Steuernummer Voraussetzung ist, um eine Internet-Seite zu betreiben. In solchen Fällen empfiehlt es sich immer, einen Anwalt zu konsultieren.